Stillerfahrung - von Mutter zu Mutter

Der Austausch von Mutter zu Mutter ist meines Erachtens unfassbar wertvoll. Daher möchte ich eine neue Rubrik einführen und Stillgeschichten von vielen, verschiedenen Frauen mit euch teilen.


Den Anfang macht Josefine, eine ehemahlige Kollegin von mir:


Wer bist du? Stelle dich doch kurz vor! Hey ich bin Josefine und 26 Jahre alt. Ich habe eine 5 jährige Tochter und ich bin gelernte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin.


Wie ist eure Stillgeschichte? Unsere Stillgeschichte ist nicht ganz einfach. Trotz meiner Erfahrung durch meinen Beruf bin ich schnell an meine Grenzen gekommen. Meine Tochter war von Beginn an sehr verschlafen bzw. ist permanent beim Stillen eingeschlafen. Zudem hatte sie immer eine Lieblingsseite. Später hat sich herausgestellt, dass das aufgrund einer Blockade im Hals der Fall war. Allerdings ist bis wir diese Erkenntnis erhalten haben einige Zeit vergangen und sie hat immer schlechter an der Brust getrunken. Sie hat nicht mehr gut zugenommen. Man macht sich als Mutter natürlich schnell Sorge und kommt an seine Grenzen, trotz meines Wissens wie man das Baby besser an die Brust bekommt. Müdigkeit und Alleinsein (Alleinerziehende) spielten dabei auch eine große Rolle. Irgendwann habe ich dann lieber abgepumpt und die Milch per Flasche gegeben damit ich im Blick hatte wie viel sie trinkt. Das klappte deutlich besser, aber es führte dazu, dass meine Milch schnell zurückging. Das brachte mich an den Punkt mit Ersatznahrung anzufangen und irgendwann mit 3,5 Monaten wurde sie nur noch mit Pre Nahrung gefüttert.

Gibt es etwas, das du gern anders gemacht hättest? Was ich anders gemacht hätte weiß ich ehrlich gesagt nicht, weil ich durch meine Hebamme nicht viel Unterstützung erfahren habe in der Situation. Ich hätte mir gewünsch,t dass das Stillen länger und besser funktioniert hätte.


Was sind deine drei wichtigsten Stilltipps für den Alltag? Tipps wären : Versuchen dran zubleiben und nicht den Mut zu verlieren! Hole dir Hilfe und andere Meinungen ein! Und für mich besonders wichtig: Fühle dich nicht schlecht, wenn du aus unterschiedlichsten Gründen nicht stillst!


Danke Josi, für deine offenen Worte. Es wird deutlich, dass die Anfangszeit ziemlich schwierig sein kann, wenn die Unterstützung fehlt. Lasst euch dadruch nicht entmutigen und nehmt den Tipp von Josi an: Sucht euch Hilfe! Das Ziel muss nicht immer das Stillen sein, jede Familie geht ihren eigenen Weg und hat ihre ganz persönliche Gesichte. Also, wenn ihr euch ähnlich wie Josi Sorgen macht, euch allein fühlt oder ratlos seid, denkt daran: Ihr seid nicht allein!

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